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Roxianna´s Kalender

Juli 2017
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Motigo

Heute war der erste Tag auf Fehmarn.

Nach dem Aufwachen habe ich erstmal noch im Liegen das Zimmer angeschaut. Es ist sehr schön, die Tapeten in orange, der Schrank, das Bettregal aus Kiefer und die Türen aus anderem hellen Holz mit Bronzebeschlägen. Ich habe einen Fernseher im Zimmer. Das Bad hat weiße Bodenfliesen,

Gegen halb 10 bin ich aufgestanden. Findus war am morgen relativ ruhig. Er hat 2 x kurz angeschlagen, ansonsten nur leise gegrummelt. Die Angestellte die das Zimmer nebenan sauber gemacht hat, hat angeblich gar nichts gehört.  Sie dachte schon, ich wäre ohne Hund angereist.

Nachdem ich mit Findus draußen war, mußte ich ihn im Zimmer lassen, da er den Speiseraum nicht betreten darf. Von der Angestellten bekam ich dann meinen Platz zu gewiesen. Das Frühstück bestand aus 1 Scheibe Brot, 2 Brötchen, die leider ziemlich pappig waren, ein Wurstteller mit 1 halben Scheibe Salami und 1 Scheibe Kochschinken und ein Käseteller mit einer schmalen Scheibe Käse und 1 großen Scheibe Holländer. Dazu gab es noch Marmelade, Streichkäse, Honig, Müsli, eine Joghurt und ein Ei. Dazu hatte ich eine eigene Thermoskanne mit Tee.

Nach dem Frühstück bat ich um ein Internetkabel für D-Lan. Dieses schließt man an einer Stromsteckdose an und andere Seite in die Lan-Dose im Laptop. Leider klappte dies nicht. Auch mit dem von Zuhause mitgebrachten Vodafone-Stick kam ich nicht ins Internet. Satellittenempfang funktioniert auch mit dem Handy leider nicht.

Die Angestellte zeigte mir nach dem Frühstück wo ich die Fahrräder finden würde, welche ich umsonst mir ausleihen darf. Der erste Eindruck war ok. Es waren auch Räder dabei mit mehreren Gängen und Fußbremse. Ein Fahrrad hatte sogar ein Fahrradkorb. Doch als ich dieses zur Probe gefahren habe, stellte ich fest, das der Sattel zu hoch war. Leider hatte ich nicht das nötige Werkzeug um den Sattel niedriger zu machen. Das nächste Fahrrad passte zwar von der Höhe, hatte aber nur 3 Gänge. Ebenso fehlte Licht. Nach einer Probefahrt beschloss ich noch ein weiteres zu versuchen. Doch das 3. in Frage kommende Fahrrad hatte einen Kettenschaden. Die Kette war abgesprungen. Eigentlich kein Problem sie wieder dran zu machen, aber ich wollte mich nicht so dreckig machen. Also nahm ich das 2. Fahrrad.
Ich holte meinen eigenen Fahrradkorb und die GPS Halterung von Garmin. Nachdem ich alles befestigt hatte und den Rucksack im Korb hinten verstaut, machte ich mich auf dem Weg nach Bisdorf zu einer Bekannten aus dem GesundeHundeForum. Sie hatte mich und eine andere aus dem Forum zu sich eingeladen, da sie in Bisdorf auf Fehmarn Ferienwohnungen vermietet und jedes Wochenende vor Ort ist.
Unterwegs habe ich dann noch ein paar Caches eingesammelt. Der 1.Cache auf dem Weg hatte noch einen netten Hintergrund, der 2. war einfach an einer Bank am Deich befestigt. Alle weiteren Caches waren fast immer irgendwo am Boden unter irgendwelchen Steinen. Bei einem Micro habe ich mich gewundert, daß er überhaupt noch dort ist. Er lag am Fahrbahnrand neben einer Bank einfach so auf dem Boden, nur leicht bedeckt mit einem Stein. Ich konnte ihn schon von der gegenüberliegenden Fahrbahn sehen. Ein Petling mit einem grünen Deckel. Viele sind einfach nur so lieblos auf dem Boden geworfen und ein Stein drauf. Aber einige wenige waren auch ganz nett gemacht. Lost Anleger z.b. war ein Petling unter dem Anleger oder Deichentlüftung. Ein Metalrohr im Boden des Deiches mit einem Petling drin. Das waren die originellsten die ich an diesem Tage gesehen habe. Diese sah ich erst auf dem Rückweg.
Nach gut 1,5 – 2 Std bin ich dann bei Susanne in Bisdorf angekommen, sie hatte mich schon gar nicht mehr erwartet. Birke war leider schon weg, da sie sich schon vor einigen Stunden getroffen hatten. Trotzdem blieb ich eine Weile, bekam ein Stück Kuchen und eine Beerenschorle zu trinken. Der Rüde von Susanne akzeptierte Findus im eigenen Garten, obwohl er sehr kritisch ist.

Nach ca. 1,5 bis 2 Std machte ich mich wieder auf den Rückweg. Diesmal fuhr ich eine etwas andere Strecke, denn die auf dem Hinweg hatte mir überhaupt nicht gefallen. Ich mag nicht an Hauptstraßen auf der Straße mit Hund an der Leine fahren. Da ich aber bis dahin nichts anderes kannte, nahm ich den ausgeschilderten Weg. Der Rückweg war schon besser. Es waren zwar immer noch Straßen, aber eher selten befahrene Straßen. Unterwegs sammelte ich noch ein paar Caches ein und fuhr dann irgendwann den Rest der Strecke wieder auf dem Deich entlang. Die Strecke auf dem Deich ist zwar sehr anstrengend, da es keine festen Wege sind, sondern nur Trampelpfade oder Radrinnen auf der Wiese, aber dafür kann man dort eine tolle Aussicht auf die Ostsee genießen. Auch für Findus ist dieser Weg besser. Der Deich endete für meine Tour in Strukkamphuk. Dort ist ein Campingplatz mit Restaurant.

Ich beschloss dort zu essen, da es von dort nur noch 1,5 km bis zur Pension waren. Kaum dort angekommen, sah ich es blitzen. Erst dachte ich, da macht jemand Fotos. Aber kurz drauf merkte ich, daß es nicht sein kann. Dafür waren die Blitze viel zu hoch. Erst waren die Blitze gelegentlich, aber je länger ich dort saß, desto schlimmer wurde es. Schnell aß ich auf und wollte ganz schnell zurück. Aber einige Gäste und auch der Kellner rieten mir davon ab. Während ich noch überlegte, ob ich nicht doch ganz schnell fahren sollte, fing es an zu regnen. Damit stand mein Entschluß fest, bis nach dem Gewitter zu bleiben. Insgesamt habe ich ca. 1,5 Std in dem Restaurant gesessen. Richtig gedonnert hatte es nicht, nur gelegentlich mal etwas gegrummelt, aber das hörte man kaum.
Als der Regen dann endlich aufhörte und die Blitze auch über uns hinweg gezogen waren, machte ich mich auf den Weg zur Pension. Inzwischen war es stockdunkel geworden. Die Straßen hier auf dem Land haben leider keine Laternen. Leider hatte auch mein Fahrrad kein Licht. So blieb mir nur die LED-Lampe, Findus beleuchtetes Halsband und eine Sicherheitsweste mit Reflektoren. Die LED-Taschenlampe leistete mir gute Dienste, denn damit sah ich wenigstens etwas.
Was ich beim Antritt meiner Fahrt aber nicht wußte, daß ich genau in die Blitze reinfuhr. Je mehr ich zu den Feldern kam, desto näher kam ich den Blitzen. Blitze vor mir waren noch harmlos, aber die Blitze direkt rechts neben über mir waren schon unheimlich. Links und rechts waren nur Felder, vor mir in ca. 1 km Entfernung  leuchteten ein paar Häuser und darüber blitzte es. Wenn es vor mir blitzte, dauerte es nur 1 -2 Sekunden bis es auch neben mir blitzte. Der ganze Himmel war dann taghell. Findus lief neben mir mutig weiter, an der Leine blieb ihm auch nicht viel übrig. Die Blitze hier waren anders als in der Stadt. In der Stadt sieht man im Prinzip ein Stromblitz und hier leuchtete der gesamte Himmel. Auch wenn ich noch nie soviel Angst hatte, so empfand ich diese Art von Blitz aber wesentlich angenehmer, als die die ich aus der Stadt heraus kenne.
Kaum in der Pension angekommen fing es erneut an zu regnen. Es war ein heftiger kurzer Regen, der innerhalb von ein paar Minuten vorbei war.

Jedenfalls war ich froh, als ich endlich wieder in Sicherheit war.