Sonntag, 22.02.2026
Die Antigua rofera (oft auch als Ciudad estratificada – die „geschichtete Stadt“ – bezeichnet) ist eine faszinierende, surreale Felsformation auf der kanarischen Insel Lanzarote. Sie liegt im Zentrum der Insel, direkt an der Straße LZ-404 zwischen den Orten Guatiza und Teguise, direkt gegenüber dem markanten Vulkanvulkan Montaña Tinamala. Es handelt sich um ein spektakuläres Fotomotiv und ein einzigartiges Beispiel dafür, wie Naturkräfte und menschlicher Abbau Hand in Hand eine bizarre Landschaft geformt haben. Entstehung und Geologie Die beeindruckenden Strukturen sind das Ergebnis einer Kombination aus vulkanischer Aktivität, menschlicher Nutzung und anschließender Erosion: Der Ursprung: Bei früheren Vulkanausbrüchen lagerten sich hier dicke Schichten aus vulkanischer Asche, feiner Gesteinskörnung (Lapilli bzw. auf den Kanaren Picón genannt) und Basalt ab. Im Laufe der Zeit verfestigten sich diese unterschiedlichen Schichten zu rötlichem und dunklem Vulkangestein, dem sogenannten Rofo. Der Steinbruch (Rofera): Das Areal diente den Inselbewohnern über lange Zeit als Steinbruch (Rofera). Der hier abgebaute Picón wurde und wird auf Lanzarote traditionell in der Landwirtschaft genutzt. Auf den Feldern ausgestreut, speichert die poröse Gesteinsschicht die seltene Feuchtigkeit der Nacht (Tau) und schützt den Boden vor dem Austrocknen durch die Sonne. Erosion als Bildhauer: Nachdem der Abbau eingestellt wurde, blieben unregelmäßige Gesteinsblöcke, Säulen und Wände zurück. Wind, Sand und die seltenen, aber heftigen Regenfälle haben diese Reste im Laufe der Jahre weiter ausgehöhlt, abgeschliffen und bizarr geformt. Es entstanden wellenartige Muster, Löcher, Höhlen und filigrane Schichtungen, die heute an eine verlassene, versteinerte Stadt oder eine außerirdische Landschaft erinnern.
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