Urlaub in Lanzarote vom 22.02.2026 – 01.03.2026

Sonntag, 22.02.2026

Die Caldera Blanca (spanisch für „Weißer Kessel“) ist einer der beeindruckendsten und größten Vulkankegel auf der kanarischen Insel Lanzarote. Sie liegt im westlich-zentralen Teil der Insel in der Gemeinde Tinajo, eingebettet in den Parque Natural de los Volcanes und direkt an der Grenze zum berühmten Timanfaya-Nationalpark. Geologie und Besonderheiten Alter: Im Gegensatz zu den umliegenden, tiefschwarzen Lavafeldern, die größtenteils bei den verheerenden Ausbrüchen zwischen 1730 und 1736 entstanden sind, ist die Caldera Blanca deutlich älter. Ihr Alter wird auf rund eine Million Jahre geschätzt. Sie überdauerte die jüngeren Eruptionen wie eine Insel im Lavameer (eine sogenannte Islote). Entstehung: Es handelt sich um einen hydromagmatischen Vulkankegel. Das bedeutet, dass bei der Eruption aufsteigendes Magma mit Grund- oder Meerwasser in Kontakt kam, was zu hochexplosiven, dampfgetriebenen Ausbrüchen führte. Farbe und Ausmaße: Ihren Namen verdankt die Caldera einer weißlich-hellen Kruste aus kalkhaltigen Ablagerungen, die sich über die Jahrtausende an der Oberfläche verhärtet hat. Mit einer Höhe von 458 Metern ist sie eine der höchsten Erhebungen der zentralen Insel. Der riesige, fast kreisrunde Krater hat einen gigantischen Durchmesser von etwa 1.200 Metern und fällt im Inneren über 300 Meter tief ab. Die Wanderung zur Caldera Blanca Die Besteigung des Vulkans gehört zu den beliebtesten und spektakulärsten Wanderungen auf Lanzarote. Da sie außerhalb des Nationalparks liegt, darf sie – im Gegensatz zu den gesperrten Bereichen in Timanfaya – eigenständig begangen werden. Ausgangspunkt: Die Tour startet meist an einem ausgewiesenen Wanderparkplatz, den man über eine Schotterpiste vom kleinen Ort Mancha Blanca (nahe der Kirche Ermita de los Dolores) erreicht. Der Weg durch das „Malpaís“: Die ersten ca. 3 Kilometer führen auf einem holprigen Pfad durch das sogenannte Malpaís („schlechtes Land“). Dies ist das erstarrte, scharfkantige, schwarze Lavameer der Ausbrüche aus dem 18. Jahrhundert, auf dem heute vor allem Flechten wachsen. Montaña Caldereta: Bevor man die Caldera Blanca erreicht, passiert man ihre „kleine Schwester“, den ca. 324 Meter hohen Krater La Caldereta. In diesem windgeschützten Kessel wurde im 20. Jahrhundert aufgrund der Feuchtigkeitsspeicherung sogar Ackerbau und Viehzucht betrieben. Der Kraterrand: Oben am Rand der Caldera Blanca angekommen, eröffnet sich ein überwältigender Tiefblick in den riesigen, flachen Kraterboden. Der schmale Grat lässt sich fast komplett umrunden. Am höchsten Punkt (markiert durch eine gemauerte Betonsäule) bietet sich ein fantastischer Rundumblick über die Feuerberge von Timanfaya, die Nordküste der Insel und bei guter Sicht sogar bis zur Nachbarinsel La Graciosa.

  • Caldera Blanca

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